Warum zwei Adressen abgehen
Die erste Adresse eines Netzes bezeichnet das Netz selbst, die letzte
erreicht alle Geräte darin gleichzeitig. Beide kann kein Gerät tragen –
deshalb bleiben von 256 Adressen eines /24 genau 254 übrig. Ausnahme
sind /31 und /32: Dort gibt es beides nicht, und alle Adressen sind
nutzbar.
Subnetze wachsen in Zweierpotenzen
Jedes zusätzliche Bit in der Maske halbiert die Netzgröße und verdoppelt
die Zahl der Netze. Es gibt also 2, 4, 8, 16 Subnetze – niemals 5. Wer
fünf braucht, nimmt acht und lässt drei ungenutzt. Genauso bei den
Geräten: Für 300 Geräte reicht kein /24, es wird ein /23 mit 510 Plätzen.
Privat heißt nicht sicher
Die Bereiche 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16 werden im
Internet nicht geroutet. Das schützt vor unerwünschten Verbindungen von
außen, aber nicht innerhalb des eigenen Netzes: Wer erst einmal drin ist,
erreicht alles, was nicht durch eine Firewall oder eigene Netzsegmente
getrennt ist.
Die Wildcard-Maske ist die umgedrehte
Cisco-Zugriffslisten und einige Routing-Protokolle erwarten die Maske
andersherum: Aus 255.255.255.0 wird 0.0.0.255. Gemeint ist dasselbe
Netz – nur zählen dort die Nullen als „muss passen“ statt die Einsen.